10 Jahre Wirtschaft integriert
Fulda | Mit einer weiteren Veranstaltung wurde das zehnjährige Jubiläum von Wirtschaft integriert gefeiert. Rund 80 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Arbeitsverwaltung und Bildung kamen in Fulda zusammen, um die erfolgreiche Entwicklung des Projektes zu würdigen. Besonders gefreut hat uns dabei, dass der hessische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Kaweh Mansoori an den Feierlichkeiten teilgenommen hat.
Kaweh Mansoori würdigte die Arbeit des Projekts als wichtigen Baustein für gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirtschaftliche Zukunft. „Wer Menschen, die unsere Sprache noch nicht perfekt sprechen, den Weg in eine reguläre Ausbildung eröffnet, stärkt deren Integration in unsere Gesellschaft und gibt ihnen eine positive Perspektive“, so der hessische Wirtschaftsminister.
Regionalleiter Reiner Sippel begrüßte die Gäste in Fulda und erinnerte an die Anfänge. Im Jahr 2016 kamen viele Menschen nach Deutschland, die dringend Unterstützung benötigten. Zu dieser Zeit legte das Landesprojekt den Grundstein für das, was heute eine eindrucksvolle Bilanz ist. Hessenweit gab es inzwischen mehr als 13.000 Teilnahmen an den drei Bausteinen. Sehr viele von ihnen haben inzwischen den Weg in eine duale Ausbildung und anschließend in Beschäftigung gefunden. Über 3.500 Betriebe haben das Angebot in Anspruch genommen
Minister Mansoori betonte, worum es beim Projekt im Kern geht: „Am Ende geht es nicht um Zahlen, sondern um Menschen." Integration gelinge dann, wenn Menschen von ihrer Arbeit leben, eine Familie gründen und ihren eigenen Beitrag leisten könnten. Dabei hob er hervor, dass Wirtschaft integriert Menschen entlang des gesamten Weges begleite – von der Berufsorientierung über die Einstiegsqualifizierung bis hin zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Andreas Haberl vom Hessischen Handwerkstag und Mitglied des Steuerkreises brachte die Bedeutung des Projekts auf den Punkt: „Wenn es Wirtschaft integriert nicht bereits gäbe, müsste man es heute erfinden."
In einer Talkrunde berichteten Absolventinnen und Absolventen gemeinsam mit Auszubildenden und Betriebsvertreter/-innen von ihren ganz persönlichen Erfahrungen – von den Herausforderungen auf dem Weg in Ausbildung und Beruf, aber auch von der Unterstützung, die ihnen geholfen hat, ihre Ziele zu erreichen. Eine zweite Gesprächsrunde richtete den Fokus auf die Akteure hinter dem Programm und ließ Mitglieder des Steuerkreises zu Wort kommen.
Teilnehmende der Berufsorientierung stellten außerdem ihre beruflichen Ziele und Wünsche vor und präsentierten das Fachbegriffe-Rad. Dieses hatten sie gemeinsam mit ihrer pädagogischen Mitarbeiterin Heidrun Neumann entwickelt, um Sprache greifbar, Berufe erlebbar und Stärken sichtbar zu machen. Im Rahmen eines Gallery-Walks mit dem Titel „10 Jahre, 10 Geschichten" wurden aus jedem Jahr der Projektdurchführung die Werdegänge ehemaliger und aktueller Teilnehmender anschaulich dargestellt. Sie machten eindrucksvoll deutlich, was mit der richtigen Unterstützung möglich ist.
Fotos: Kris D | krisphotography.de
