Beyinesay und Wali, Kfz-Mechatroniker
Vor zehn Jahren gehörten sie zu den ersten Teilnehmenden des Projekts. Heute haben wir Beyinesay und Wali wiedergetroffen. Inzwischen stehen sie beide mitten im Berufsleben als Kfz-Mechatroniker. Sie berichten über anfängliche Hürden, wie sie Herausforderungen gemeistert haben und welche Perspektiven ihnen die Ausbildung eröffnet hat.
Der Start in Deutschland war für die beiden nicht einfach. Vor allem die Sprache stellte eine große Herausforderung dar. Beyinesay erinnert sich: "Das Erlernen der deutschen Sprache war für mich die größte Hürde. In der Berufsschule war das Erlernen der Fachbegriffe die schwerste Aufgabe, vor der ich stand. Auch Antragstellungen waren für mich oft kompliziert und ohne Hilfe kaum zu bewältigen." Auch Wali musste seinen Weg finden und sich orientieren. Schon früh wusste er jedoch, wohin er möchte: "Schon als Kind haben mich Autos interessiert. Ich wollte immer verstehen, wie Technik funktioniert und selbst an Fahrzeugen arbeiten. Deshalb habe ich mich für die Ausbildung als Kfz-Mechatroniker entschieden und heute macht mir der Beruf immer noch Spaß."
Unterstützung, die wirkt
Beide berichten, wie wichtig die Begleitung durch das Projekt war – besonders in der Anfangszeit. Dazu berichtet Wali: "Das Projekt hat mir sehr geholfen, vor allem am Anfang. Ich habe Unterstützung bekommen, neue Menschen kennengelernt und mehr Vertrauen in mich selbst gewonnen. Heute habe ich meinen Abschluss und arbeite fest als Kfz-Mechatroniker." Auch Beyinesay schloss seine Ausbildung erfolgreich ab und ist heute beruflich angekommen: "Ich habe jetzt einen Gesellenbrief und wurde nach Abschluss der Ausbildung von meinem Betrieb übernommen. Heute verdiene ich mein eigenes Geld. Durch meine Arbeit habe ich viele Kontakte zu anderen Menschen."
Ausbildung als Schlüssel
Zehn Jahre später stehen beide fest im Berufsleben. Für sie ist klar: Die Ausbildung hat ihnen viele Türen geöffnet. "Eine Ausbildung ist wichtig, weil man sich den Arbeitsplatz danach aussuchen kann. Man ist in der Lage, Arbeitsaufgaben selbständig zu lösen, genießt das Vertrauen seines Chefs und Ansehen bei den Kollegen.", so Beyinesay.
Mut machen und dranbleiben
Beide können ihre Erfahrungen heute an andere weitergeben. Ihre Botschaft ist klar: nicht aufgeben, auch wenn es manchmal schwer ist. "Man lernt jeden Tag dazu sprachlich und beruflich. Wichtig ist, motiviert zu bleiben und an sich selbst zu glauben.", so Wali. Beyinesay ergänzt: "Sucht euch Hilfe. Auch wenn ihr unsicher seid oder gar aufgeben wollt, zieht es durch. Bringt die Bereitschaft zum Lernen mit. Wenn ihr eine Sache angefangen habt, dann bringt sie auch zu Ende. Denkt bei dem, was ihr tut, immer an euere berufliche Zukunft."
Es sind Geschichten wie die von Beyinesay und Wali, die den zehnten Geburtstag des Landesprojektes besonders machen. Aus den ersten Schritten sind inzwischen sichere Berufswege geworden. Ihre Berichte stehen stellvertretend für viele der über 13.000 Teilnahmen in BOplus, EQplus und ABplus und geben einen Ausblick für viele weitere erfolgreiche Wege, die noch kommen werden.

